Einbürgerungstest: Wie viele Fragen musst du richtig haben?

Beim Einbürgerungstest musst du mindestens 17 von 33 Fragen richtig beantworten. Es gibt keine Mindestpunktzahl pro Themenbereich und keine Minuspunkte für falsche Antworten – nur die Gesamtzahl der richtigen Antworten zählt. Mit 16 richtigen Antworten hast du nicht bestanden, mit 17 schon.

Die Bestehensgrenze nach der Verordnung

Die Regel steht in § 1 der Einbürgerungstestverordnung: Der Test besteht aus 33 Fragen, er wird in 60 Minuten unter Aufsicht abgelegt und ist bestanden, wenn mindestens 17 Fragen richtig beantwortet wurden. Das BAMF bestätigt dieselbe Grenze auf seiner Einbürgerungsseite (Stand 2026).

In Prozent ausgedrückt: 17 von 33 sind gut 51 Prozent. Du darfst also 16 Fragen falsch beantworten oder auslassen und bestehst trotzdem.

Wie die 33 Fragen zusammengesetzt sind

Alle 33 Fragen zählen gleich viel, jeweils einen Punkt. Die Landesfragen sind also kein separater Teil mit eigener Bestehensgrenze. Du könntest theoretisch alle drei Landesfragen falsch haben und mit 17 richtigen allgemeinen Fragen trotzdem bestehen. Praktisch sind die Landesfragen aber die leichtesten Punkte, weil du für deine drei Fragen nur zehn Fragen lernen musst. Mehr dazu unter Bundesland-Fragen.

Was „richtig" bedeutet

Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, und genau eine ist richtig. Einen Punkt gibt es nur, wenn du genau diese eine Antwort eindeutig markierst. Das heißt:

Da es keine Minuspunkte gibt, solltest du jede Frage beantworten – auch wenn du raten musst.

Ein paar Rechenbeispiele

Um ein Gefühl für die Grenze zu bekommen:

  1. Du kennst 20 Fragen sicher und rätst bei 13: Mit 20 sicheren Punkten hast du schon bestanden, die geratenen Fragen sind Bonus.
  2. Du kennst 15 Fragen sicher und rätst bei 18: Bei einer Trefferquote von 25 Prozent kommen im Schnitt etwa 4 bis 5 Punkte dazu. Das reicht wahrscheinlich, ist aber knapp und riskant.
  3. Du kennst 12 Fragen sicher: Dann brauchst du 5 Treffer beim Raten aus 21 Fragen. Das kann klappen, aber darauf solltest du dich nicht verlassen.

Fazit: Wer nur mit „ungefähr der Hälfte" in die Prüfung geht, spielt Lotto. Ziel sollte sein, in Probetests regelmäßig 25 oder mehr Punkte zu erreichen. Dann hast du einen Puffer für Nervosität und Lesefehler.

Wird die genaue Punktzahl mitgeteilt?

Ja, die Bescheinigung des BAMF weist dein persönliches Ergebnis aus. Für die Einbürgerung spielt die Punktzahl über 17 aber keine Rolle. Ob du 17 oder 33 Punkte hast, ist der Behörde egal – bestanden ist bestanden. Was genau auf der Bescheinigung steht und wann du sie bekommst, steht unter Ergebnis und Bescheinigung.

15 oder 17? Der Unterschied zum Test „Leben in Deutschland"

Hier entsteht oft Verwirrung. Der Test „Leben in Deutschland" am Ende des Orientierungskurses im Integrationskurs hat dasselbe Format und denselben Fragenkatalog, aber eine andere Grenze:

Das bestätigt das BAMF auf seiner Seite zur Abschlussprüfung des Integrationskurses. Wenn du im Integrationskurs also 15 oder 16 Punkte hattest, hast du den Kurstest bestanden, musst für die Einbürgerung aber noch den Einbürgerungstest machen. Ausführlich erklärt: Leben in Deutschland vs. Einbürgerungstest.

Warum 17 nicht so leicht ist, wie es klingt

Mehr als die Hälfte richtig – das klingt einfach. Trotzdem fallen jedes Jahr Menschen durch. Die Gründe sind meist dieselben:

Gegen alles hilft dasselbe: den ganzen Katalog lernen und die Prüfung mehrfach unter echten Bedingungen simulieren. Im Prüfungsmodus einer App wie Civio bekommst du genau 33 Fragen, 30 allgemeine und 3 aus deinem Bundesland, und siehst am Ende deine Punktzahl. So weißt du vor dem Termin, ob du sicher über 17 liegst. Weitere Strategien: Tipps zum Bestehen.

Was passiert bei 16 Punkten?

Dann hast du den Test nicht bestanden, auch wenn es knapp war. Eine Nachkorrektur oder einen Bonuspunkt gibt es nicht. Du kannst den Test aber wiederholen, ohne gesetzliche Wartezeit und ohne Begrenzung der Versuche, allerdings jedes Mal für 25 Euro. Mehr unter Einbürgerungstest nicht bestanden.

Häufige Fragen

Wie viele Fragen darf ich beim Einbürgerungstest falsch haben?

Du darfst bis zu 16 der 33 Fragen falsch beantworten oder auslassen. Ab der 17. falschen Antwort ist der Test nicht mehr zu bestehen.

Muss ich die Landesfragen richtig haben, um zu bestehen?

Nein, es gibt keine eigene Grenze für die drei Landesfragen. Alle 33 Fragen zählen gleich, entscheidend ist nur, dass insgesamt mindestens 17 richtig sind.

Gibt es Minuspunkte für falsche Antworten?

Nein. Eine falsche Antwort bringt einfach keinen Punkt, deshalb solltest du keine Frage leer lassen.

Reichen 15 Punkte im Test „Leben in Deutschland" für die Einbürgerung?

Nein. Für die Einbürgerung brauchst du mindestens 17 von 33 Punkten, auch wenn der Test im Integrationskurs schon ab 15 Punkten als bestanden gilt.

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Informativer Artikel. Civio ist nicht mit staatlichen Stellen verbunden; prüfe die aktuellen Anforderungen immer beim BAMF (bamf.de) und deiner Einbürgerungsbehörde.