Anmeldung zum Einbürgerungstest: wo und wie es funktioniert

Zum Einbürgerungstest meldest du dich direkt bei einer vom BAMF zugelassenen Prüfstelle an – meistens einer Volkshochschule oder einem Sprach- und Integrationskursträger. Welche Prüfstellen in deiner Region infrage kommen, erfährst du bei deiner Einbürgerungsbehörde oder in den Listen des BAMF. Bei der Anmeldung gibst du deine persönlichen Daten an und zahlst 25 Euro.

Wer organisiert den Test?

Der Einbürgerungstest ist bundesweit einheitlich. Fragen, Bewertung und Bescheinigung kommen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Durchgeführt wird er aber vor Ort von Prüfstellen. Das sind laut Einbürgerungstestverordnung dieselben Einrichtungen, die das BAMF auch für den Test „Leben in Deutschland" im Orientierungskurs zugelassen hat – typischerweise:

Die Verordnung erlaubt den Ländern zwar auch, den Test selbst zu organisieren. In der Praxis läuft er aber fast überall über die BAMF-Prüfstellen.

Wichtig zu wissen: Nicht die Einbürgerungsbehörde meldet dich an. Das machst du selbst. Die Behörde nennt dir nur, an welche Stellen du dich wenden kannst.

Schritt für Schritt zur Anmeldung

1. Prüfstelle in deiner Nähe finden

Frag bei deiner Einbürgerungsbehörde nach einer Liste der Prüfstellen. Auf der Einbürgerungsseite des BAMF findest du außerdem Listen nach Bundesland zum Herunterladen. Viele Volkshochschulen haben auf ihrer Website eine eigene Seite zum Einbürgerungstest mit Terminen und Anmeldeformular.

2. Termine vergleichen

Die Wartezeiten unterscheiden sich stark. In Großstädten sind die Termine oft Wochen bis Monate im Voraus ausgebucht, in kleineren Orten geht es manchmal schneller. Du darfst grundsätzlich auch eine Prüfstelle außerhalb deiner Stadt wählen. Entscheidend für den Inhalt ist nicht der Prüfungsort, sondern dein Hauptwohnsitz: Die drei Landesfragen beziehen sich auf das Bundesland, in dem du gemeldet bist. Sag der Prüfstelle also ausdrücklich, in welchem Bundesland du wohnst, wenn du woanders zum Test fährst.

3. Anmelden

Je nach Prüfstelle läuft die Anmeldung online, per E-Mail, per Formular oder persönlich vor Ort. Folgende Angaben werden laut Einbürgerungstestverordnung erhoben, weil sie auf der Bescheinigung stehen:

Gib deinen Namen genau so an, wie er in deinem Pass steht. Bei Doppelnamen, mehreren Vornamen oder Transliterationen aus anderen Schriften lohnt es sich, besonders genau zu sein.

4. Gebühr bezahlen

Die Gebühr beträgt 25 Euro pro Teilnahme (Stand 2026). Manche Prüfstellen wollen Barzahlung bei der Anmeldung, andere eine Überweisung oder Lastschrift. Ohne Zahlung ist der Platz oft nicht verbindlich reserviert. Alles zu den Kosten liest du unter Einbürgerungstest Kosten.

5. Bestätigung aufbewahren

Du bekommst eine Anmeldebestätigung oder Einladung mit Datum, Uhrzeit und Ort. Bewahre sie auf und nimm sie am Prüfungstag mit. Wie dieser Tag abläuft, beschreibt unser Artikel zum Ablauf des Einbürgerungstests.

Wann solltest du dich anmelden?

Du musst den Einbürgerungsantrag nicht erst stellen, um den Test zu machen. Viele machen ihn vorher, damit die Bescheinigung gleich mit dem Antrag eingereicht werden kann. Das hat Vorteile:

Eine sinnvolle Reihenfolge: zuerst lernen, dann Termin buchen. Wenn die Wartezeit lang ist, kannst du aber auch umgekehrt vorgehen – Termin in sechs bis acht Wochen buchen und die Zeit mit einem festen Lernplan nutzen. Unser Lernplan für vier Wochen passt genau in so ein Zeitfenster.

Typische Fragen bei der Anmeldung

Muss ich einen Kurs machen, um mich anmelden zu dürfen?

Nein. Einbürgerungskurse zur Vorbereitung werden angeboten, aber die Teilnahme ist freiwillig (§ 10 Abs. 5 StAG). Du kannst dich ohne Kurs direkt zum Test anmelden. Viele bereiten sich allein vor, mit dem offiziellen Fragenkatalog, dem Online-Testcenter des BAMF oder einer Lern-App wie Civio.

Kann ich den Termin verschieben?

Das regelt jede Prüfstelle selbst. Häufig ist eine Umbuchung bis zu einer bestimmten Frist vor dem Termin möglich, danach kann die Gebühr verfallen. Frag am besten schon bei der Anmeldung nach den Bedingungen.

Gibt es Hilfe bei Behinderungen?

Wenn du zum Beispiel eine Sehbehinderung hast, sprich die Prüfstelle frühzeitig an, welche Unterstützung möglich ist. Wenn du den Test aus gesundheitlichen Gründen gar nicht ablegen kannst, kann die Einbürgerungsbehörde nach § 10 Abs. 6 StAG darauf verzichten. Dazu brauchst du in der Regel ein ärztliches Attest. Mehr dazu unter Befreiung vom Einbürgerungstest.

Tipps gegen lange Wartezeiten

Was du nach der Anmeldung tun solltest

Nutze die Zeit bis zum Termin konsequent. Geh die 300 allgemeinen Fragen und die 10 Fragen deines Bundeslands systematisch durch – alle Fragen findest du auch in unserer Fragenübersicht. Plane in der letzten Woche mindestens drei komplette Probetests mit 33 Fragen unter Zeitdruck ein. Konkrete Strategien liest du in den Tipps zum Bestehen.

Häufige Fragen

Wo kann ich den Einbürgerungstest machen?

Bei allen vom BAMF zugelassenen Prüfstellen, meist Volkshochschulen und Integrationskursträger. Eine Liste bekommst du bei deiner Einbürgerungsbehörde oder auf der Website des BAMF.

Muss ich den Test in meinem Wohnort machen?

Nein, du kannst grundsätzlich auch eine Prüfstelle in einer anderen Stadt wählen. Die Landesfragen richten sich aber nach dem Bundesland deines Hauptwohnsitzes, das solltest du bei der Anmeldung angeben.

Wie lange muss ich auf einen Termin warten?

Das hängt stark von der Region ab und reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Frag bei mehreren Prüfstellen nach, um den frühesten Termin zu finden.

Brauche ich für die Anmeldung schon einen Einbürgerungsantrag?

Nein. Du kannst den Test vor oder nach dem Antrag machen. Viele legen ihn vorher ab, damit die Bescheinigung direkt mit dem Antrag eingereicht werden kann.

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Informativer Artikel. Civio ist nicht mit staatlichen Stellen verbunden; prüfe die aktuellen Anforderungen immer beim BAMF (bamf.de) und deiner Einbürgerungsbehörde.